Hieß es für die JuNas bei ihrer letzten Veranstaltung zum Thema „Bäume im Winterzustand erkennen“. Für das Spiel verwandelten sich die Kinder in wahre Feinschmeckerrehe, die nur bestimmte Arten von Knospen fressen. Zum Beispiel nur gegenständig angeordnete, schmale längliche, spitze oder schwarze Knospen. Um die richtigen Knospen zu finden, mussten die Rehe natürlich zuvor geschult werden ;-).
Zu Beginn bekam jedes Kind einen Zweig in die Hand und beschrieb den anderen das Aussehen der Knospen ganz genau. Eine Wörter- und Bildersammlung mit Begriffen zu Farbe, Anordnung, Form und Beschuppung war dabei hilfreich. Das Repertoire an Wörtern zum Beschreiben der verschiedenen Knospen war beeindruckend! Kurz, rundlich, spitz, bräunlich, anliegend, behaart, gestielt, wechselständig, usw.. Unglaublich, wie verschieden doch jede Knospe von der anderen ist! Ist euch das schon mal aufgefallen? Schaut mal genau hin! Jetzt habt ihr noch die Chance, bevor in Kürze das grüne Blattwerk aus den Knospen bricht.



Nachdem jedes Kind den zu seinem Zweig gehörigen Baum im Gelände gefunden und die Baumart herausgefunden hatte, ging es an das Erforschen des Knospeninneren. Während die Forscherinnen und Forscher mit Pinzetten und Mikroskopen die Knospen untersuchten und deren filigranen Bauplan bestaunten, streifte ein Fototeam durch das Gelände und fotografierte 10 weitere Knospenarten. Das ging mit genauem Hinschauen und dank der Artenvielfalt in dem gesunden Mischwald ruck zuck. Nach einer kleinen Bastelarbeit und der originalgetreuen Abzeichnung des Lieblingszweiges fand abschließend für alle der heiß ersehnte Knospenfühltest statt. Wer mindestens drei der Knospen von Kirsche, Esche, Hainbuche, Eiche und Weide mit verbundenen Augen erfühlen konnte, durfte sich einen Preis aus einer bunt gefüllten Kiste aussuchen. Das war Ansporn genug. Alle Kinder haben den Fühltest bestanden!


Wie wäre es, wenn ihr auch mal so einen Test mit euren Freunden oder Geschwistern macht?!
Text und Fotos: Elfi Kühnel
Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist das Naturschutzzentrum „Zittauer Gebirge“ gGmbH.
