Im Rahmen ihres FÖJ beim Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen hatte Leni die Idee, mit den JuNA’s aus Eilenburg von Januar bis August eine Amphibienkartierung an einem Altarm der Mulde hinter der LPV-gepflegten Streuobstwiese in Hainichen durchzuführen. Das Ganze wurde dann zu ihrem Hauptprojekt und umfasste viele spannende Treffen mit den JuNA’s.



Nach einem Einstieg ins Thema im Januar, bei dem wir erstmal den Unterschied zwischen Fröschen und Kröten und Unken herausfanden, folgte im März eine erste Gelände-Erkundung mit Keschern und eine Fachexkursion zum Amphibienzaun mit unserem lokalen Artexperten Rolf Schulze. Im Verlauf des Frühjahrs bauten wir gemeinsam Molchreusen, setzten diese über Nacht ins Gewässer und kontrollierten sie dann. Dabei konnten wir einen weiblichen und später auch einen männlichen Teichmolch nachweisen, worüber wir uns natürlich sehr freuten – die sind wirklich niedlich.



Außerdem haben wir das Gewässer auch in der Dämmerung besucht und dabei dem Rufen der Frösche und Kröten gelauscht. Während des Projekts haben wir spezielle Kartierungsbögen genutzt und konnten den Teichmolch, den Wasserfrosch und den Laubfrosch zweifelsfrei nachweisen. Außerdem haben wir auch viele Insekten und deren Larven und auch sehr viele Vögel beobachtet und sogar eine gerandete Jagdspinne gefangen und gleich wieder freigelassen.



Leider haben wir auch festgestellt, dass immer weniger Wasser in den Altarmen der Mulde zu finden ist und der Lebensraum der Amphibien auch sonst sehr gefährdet ist. Die JuNA-Jugend aus Eilenburg möchte das Projekt daher unbedingt weiterführen und gemeinsam herausfinden, wie man den Amphibien und ihrem Lebensraum helfen kann.
Text: Angela Richter; Fotos: Richter, LPV NWS
Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist der LPV Nordwestsachsen e.V.
