Praxistag der Jungen Naturwächter am 28. März 2026 auf dem Permahof (Hohnstein)

Die JuNas vom Permahof in Hohnstein hätten sich kaum einen schöneren Tag für ihren März-Praxistag aussuchen können. Nach tagelangem Regen zeigte sich am Samstag endlich wieder die Sonne, und selbst im noch kühlen Hohnstein war spürbar: Der Frühling hält Einzug, die Natur beginnt zu erwachen.

Schon beim anfänglichen Kreisspiel wurde deutlich, wie aufmerksam die JuNas ihre Umgebung wahrnehmen. Ob ein schwarzer oder blauer Vogel gesichtet wurde, ein Vogelei oder eine Feder gefunden, Vögel im Flug beobachtet oder beim Trinken am Wasser entdeckt – die Kinder hatten bereits eine ganze Menge erlebt und zu berichten. Was konnte man ihnen da überhaupt noch beibringen? Nun ja – ein bisschen vielleicht doch.

Also machten sich die JuNas im Anschluss auf die Suche nach den Merkmalen, die ein Tier eindeutig als Vogel kennzeichnen. Hohle Knochen, unterschiedliche Schnabelformen oder die Tatsache, dass Jungvögel ihr Singen – ähnlich wie wir das Sprechen – durch Nachahmung lernen: All das wurde spielerisch entdeckt und direkt angewendet. Aus verschiedenen Materialien setzten die JuNas schließlich selbst einen Vogel zusammen.

Doch Vogel ist nicht gleich Vogel – die Vielfalt ist groß. Nach einer kurzen Gruppenaufteilung, bei der sich die JuNas allein durch typische Bewegungen „ihres“ Vogels zu einem Schwarm zusammenfinden mussten, wurde es kreativ: Jede Gruppe gestaltete „ihren“ Vogel mit Naturmaterialien. Gar nicht so einfach – aber die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Der gepunktete Bauch des Turmfalken, der blau-grün schimmernde Schwanz der Elster oder der rote Fleck am Hinterkopf des Buntspechts machten die kleinen Kunstwerke unverwechselbar.

Nach so viel Beobachtung, Denken und Kreativität wurde es Zeit, selbst aktiv zu werden und etwas für die Natur zu tun. Denn wer sich mit Tieren beschäftigt, übernimmt auch Verantwortung für ihren Lebensraum. So machten sich die JuNas – ausgerüstet mit Schaufeln und viel Tatendrang – auf den Weg zu einem nahegelegenen Tümpel im Wald. Dieser ist eine wichtige Wasserstelle für viele Tiere, insbesondere in den trockeneren Monaten, wenn Wasser knapp wird.

Damit der Tümpel für seine tierischen Besucher zugänglich bleibt, muss er regelmäßig vom alten Laub befreit werden. Hier konnten sich die JuNas richtig austoben: Es wurde geschaufelt, gezogen und diskutiert – etwa darüber, wie viel Schlamm eigentlich im Tümpel bleiben sollte. Mit viel Engagement und Teamarbeit entstand so wieder ein wertvoller Lebensraum für die Tiere des Waldes.

Währenddessen begleitete uns der Wald mit seinen eigenen Stimmen: Immer wieder waren Vogelrufe zu hören, die wir zuvor kennengelernt hatten. Ein Buntspecht hämmerte in einer alten Fichte, und eine Elster zog laut rufend über unsere Köpfe hinweg.

Ein rundum gelungener Tag, der einmal mehr gezeigt hat, wie viel Freude es macht, die Natur nicht nur zu entdecken, sondern auch aktiv zu schützen.  

Danke an alle JuNas, die dabei waren und alle, die diesen Tag möglich gemacht haben! Bis bald in der Natur!


Text und Fotos: Naturschutzstation Osterzgebirge e.V.

Ansprechpartner für diese Gruppe ist die Naturschutzstation Osterzegebirge e.V.