Früh aufstehen, hieß es für die mutigen Molche bei ihrem letzten Treffen. Schon um 7:30 Uhr trafen sie sich an der NABU-Naturschutzstation in Ebersbach, um gemeinsam nach Neschwitz zur Amphibienzaunkontrolle zu fahren. Die Teichlandschaft rund um Neschwitz gilt als Eldorado für unterschiedlichste Amphibienarten. Trotz des Artenreichtums in dieser Gegend war die Ausbeute an diesem Morgen eher übersichtlich. Zu kalt war es in der Nacht, als dass sich viele Tiere auf den Weg aus ihrem Winterquartier zu den Gewässern gemacht hätten. Zwei verschiedene Arten konnten die Kinder jedoch trotzdem sicher über die Straße bringen. Ein Grasfrosch und ein Bergmolch warteten auf die Mutigen Molche in den Fangeimern. Rasch wurden die beiden auf die Namen „Froggy” und „Bärbel” getauft. Nach dem die Tiere bestaunt, beobachtet und bestimmt waren, wurden sie am Rande des Doberschützer Dorfteiches freigelassen. In den Eimern fanden sich auch zahlreiche Ölkäfermännchen und -weibchen sowie verschiedene Laufkäfer.



Nach der Zaunkontrolle lernten die „Mutigen Molche” noch Einiges über die Artenvielfalt und Ökologie unserer heimischen Amphibienwelt. Bildkarten mit verschiedenen Amphibienarten sollten den einzelnen Gruppen: Molche, Salamander, Frösche, Kröten und Unken zugeordnet werden und der Entwicklungszyklus von Erdkröten wurde anschaulich nachgespielt. Beim abschließenden Richtig-/Falschquiz wurde klar, dass die Mutigen Molche, auch wenn nicht so viele Tiere in den Fangeimern waren, richtig viel über die heimischen Amphibien gelernt hatten.
Nach so vielen Informationen gab es noch ein stärkendes Picknick, bei dem die Kinder ein Blässhuhn und ein Rohrweihenpaar am Teich beobachten konnten, bevor schließlich der Heimweg angetreten wurde.

Text: Elfi Kühnel (Naturschutzzentrum „Zittauer Gebirge“); Fotos: Romy Heinrich (NABU Ebersbach)
Ansprechpartner für diese Gruppe ist die NABU-Naturschutzstation Ebersbach.
