Am 30. August 2025 ging es für 13 Kinder und Jugendliche der Jungen Naturwächer der Ökostation Naundorf mit Elternunterstützung auf zu einen Tagesausflug. Neben etwas zu Trinken und Essen sollte eine geschälte Möhre in den Rucksack. „Warum brauchen wir eine Möhre?“, fragten sich die Kinder und es wurde geraten, wofür sie im Gepäck ist. Mal sehen…
Unser erstes Ziel war das Naturschutzgebiet Werbeliner See. Dort angekommen begrüßte uns Regen. Wir dachten positiv und wünschten uns besseres Wetter. Pünktlich 9:00 Uhr kamen unsere zwei Exkursionsleiter Heike Franke und Franz Jäger. Sie teilten Ferngläser aus und erklärten deren Handhabung. Nun ging es los. Zuerst gab es eine Einführung in das Naturschutzgebiet und uns wurden die Vögel gezeigt, die im Gebiet leben. Mit dem See im Hintergrund erklärte Heike uns, wie früher Kohle abgebaut wurde und schließlich das Naturschutzgebiet entstand.



Ab jetzt war die Sonne unser Begleiter. Auf dem Weg zum nächsten Halt begegneten uns der Sandschnurfüßer, der Brombeerspinner und das Taubenschwänzchen. Schöne Tiere, die man sonst nicht sieht und bisher nicht kannte. Nun drehte sich alles um den Biber. Franz beschrieb uns den Aufbau der Zähne der Biber, die Biberburg und wo er im Naturschutzgebiet lebt. Da es gar nicht so einfach ist, einen aufrecht stehenden Baum zu fällen, durfte testet werden. Die Möhren aus dem Rucksack stellten den Baum dar und jeder knabberte so an der Möhre, dass sie „umfiel“. Es war lustig.



Weiter ging es. Am nächsten Stopp stellten Heike und Franz Spektive auf. Wir beobachteten Vögel und Nester der Kormorane. Highlight war ein Seeadler, der erst gelandet war und nun im Baum saß. Nach einem Picknick suchten wir Insekten auf einer Wiese. Zuerst stellte uns Franz den Dornfinger vor und zeigte uns die Gespinste dazu. Jetzt hatte jeder ein Stück Wiese, was er beobachten sollte und Heike und Franz bestimmten mit uns die Tiere. Ein Bläuling, Grashüpfer und eine Beerenwanze konnten wir finden. Interessant war auch die blauflüglige Ödlandschrecke, die auf der Wiese rum gesprungen ist. Sie hat tatsächlich blaue Flügel.
Zum Abschluss unserer Runde drehte sich alles um den Wolf. Heike zeigte uns Losungen von Wölfen, Fußabdrücke der Wölfe, erklärte uns anhand einer Spur, wie die Wölfe sich fortbewegen. Sie zeigte uns auch, wie der geschnürte Trab funktioniert. Das Rudel, was im Gebiet lebt, wurde uns beschrieben. Wir durften Fotos einer Wildkamera anschauen und sollten zählen, wie viele Wölfe wir sehen. Acht verschiedene Wölfe waren auf einer Fotostrecke zu erkennen.


Jetzt waren vier erlebnisreiche und interessante Stunden um und wir machten auf dem Parkplatz noch ein Gruppenbild. Ein Ausflug an den Werbeliner See ist sehr zu empfehlen.
Vielen lieben Dank an Heike und Franz für die tollen Einblicke in das Naturschutzgebiet.



Für uns ging es weiter an den Schladitzer See. Dort angekommen wurde das Mittagsbuffet aufgebaut. Wraps, Wiener sowie Obst und Gemüse wurden gegessen und die Akkus, insbesondere der Kinder, wieder aufgeladen. 12 Kinder und zwei Begleiterinnen machten dann den See unsicher. Angeleitet von zwei Trainerinnen machten sie sich mit einem Stand Up Paddle Board vertraut. Spielerisch ging es um die Bojen, über die Boards und zum Schluss gelang es einigen Kindern stehend auf dem Board über der See zu gleiten. Ein gelungener Tagesabschluss für alle, auch wenn es ein paar kleine Wunden gab.
Die glücklichen Kinder machten noch ein Gruppenfoto und dann ging es nach einem Stück Kuchen und Melone für alle nach Hause.
Ein großes Dankeschön geht an den Kinderschutzbund Oschatz, der diese Aktion unterstützt hat.
Text: Juna-Kind Estelle Brandt und Mama; Fotos: A. Erdmann und E. Brandt
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Naundorf ist die Ökostation Naundorf.
- ← „Nutze deine Kraft und presse dir eigenen Saft“ hieß es beim letzten Treffen der Jungen Naturwächter Zittauer Gebirge
- Die JuNa-Kids aus Ruppersdorf auf Entdeckertour →
