Im September war es soweit, unsere neue JuNa-Gruppe traf sich zum ersten Mal, um den Leipziger Auwald zu erforschen. Herzlich begrüßt wurden die Kinder auch von unserem Gruppentier, einer Krähe. Krähen sind sehr intelligente und anpassungsfähige Vögel, wie die Kinder bereits wussten. Wie unsere Krähe heißt, bleibt bei den kommenden Treffen noch herauszufinden. Mit praktischen Namens- und Kennenlernspielen zu Beginn kamen die Kinder schnell in der Gruppe an.
Dann starteten wir unsere Erkundung in den Auwald. Doch was macht einen Auwald so besonders? Und warum steckt in Totholz so viel Leben? Das sind die Fragen, denen wir auf den Grund gegangen sind. Außerdem haben die Kinder in einem Suchauftrag ein paar typische Bäume kennen gelernt und dabei möglichst viele zu einem Baum gehörigen Materialien gesammelt: Blätter, Zweige, Früchte und Rinde.
Als kleinen Exkurs hat auch die Echoortung der Fledermäuse einen Platz im spätsommerlichen Programm gefunden. In dem Spiel Fledermaus-Motte empfanden die Kinder nach, wie Fledermäuse sich per Schall orientieren.



Weiter ging es dann ganz praktisch. Aus Ästen, Zweigen, Moos und Laub bauten die Kinder kleine Totholz-Tipis. Viele Käferarten und auch andere Tiere sind auf Altholzbestände mit einem hohen Anteil an Totholz angewiesen. Durch die Totholz-Tipis entstehen kleine Lebensräume, die nicht nur Käfer, sondern auch Igel, Spitzmäuse und Spinnen nutzen.Nach der Mittagspause konnten die Kinder im Hof der Auwaldstation schließlich Anhänger mit einem Brenneisen dekorieren, Bilder aus selbst gesammelten Naturmaterialien aus dem Wald gestalten und Blätter pressen. Dabei wurden teilweise ganze Geschichten mit der JuNa-Gruppe im Mittelpunkt gesponnen.
In unserem Abschlusskreis bekam jedes Kind noch einmal die Möglichkeit über das Erlebte und Wünsche für die nächsten Treffen zu sprechen. Es war ein sehr schöner Tag.
Text und Fotos: Luca Räther und Florian Döhle
Verantwortlich für den Beitrag ist die JuNa-Gruppe der Auwaldstation Leipzig gGmbH.
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