🧒🏻 Kinder & Jugendliche

Mitmachen – für naturinteressierte junge Leute

Alle naturinteressierten jungen Menschen können beim Projekt „Junge Naturwächter Sachsen“ mitmachen. Voraussetzung ist es, eine Einrichtung oder Person in der Nähe zu finden, die eine Naturschutzgruppe anbietet. Vielleicht läuft diese bereits unter dem Namen „Junge Naturwächter Sachsen“, dann sollte sie in unserer Übersicht aufgeführt sein. Oder aber es handelt sich um eine Einrichtung, die regelmäßig mit Kindern und Jugendlichen in die Natur geht und noch nicht Partner im Projekt ist. Dann kann man gemeinsam überlegen, ob das Programm „Junge Naturwächter Sachsen“ passend sein könnte.

Was machen die Jungen Naturwächter?

JuNas beobachten und informieren sich über die Natur. Sie treffen sich in den Naturschutzstationen, schützen Pflanzen, Pilze und Tiere sowie deren Lebensräume und dokumentieren ihre Arbeit in Form von Bildern, Videos und Texten. Das Ganze kann sowohl hier auf der Website als auch auf den Social-Media-Kanälen YouTube, Facebook und Instagram verfolgt werden.

Sie entdecken die biologische Vielfalt ihrer Heimat und lernen die Zusammenhänge innerhalb des Ökosystems kennen. Zusammen mit Gleichgesinnten und Experten erforschen sie die Natur, tauschen Erfahrungen aus und wirken aktiv im Naturschutz mit. Sie werden im Laufe der Zeit selbst zu Experten, die ihr Wissen wiederum an andere Naturwächter weitergeben können, zum Beispiel durch ein Ehrenamt im Naturschutz.

Die JuNas können bei verschiedenen Veranstaltungen ihr Wissen erweitern und selbst im Naturschutz aktiv werden. Sie lernen außerdem, wer in Sachsen für den Naturschutz verantwortlich ist und welche Ansprechpartner und Naturkenner es sonst noch gibt – Jäger, Förster, Imker, Landwirte und viele mehr.

Welche Abenteuer erwarten euch?

Hier findet ihr ein paar Beispiele, was euch so erwartet, wenn ihr bei den JuNas mitmacht:

  • Spurensuche im Wald und genaues Beobachten von Tieren
  • Entdecken und Bestimmen von Pflanzen und Pilzen
  • Bestimmung von Pflanzen
  • Anlegen von Krötenschutzzäunen
  • Bauen von Nistkästen oder Insektenhotels
  • Pflege einer Schmetterlingswiese
  • Arbeit auf einer Streuobstwiese
  • Untersuchungen in Biotopen, zum Beispiel eines Baches auf seine Wasserqualität hin
  • Gemeinsame Spielen in der Natur
  • Kreativangebote mit Naturmaterialien oder Baumaterialien aus der Natur
  • Naturschutzfachliche Diskussionen mit Fachleuten, beispielsweise warum es wichtig ist, den Naturschutz im Blick zu behalten, wenn eine Straße gebaut wird
  • … und viel mehr

Wie läuft das Projekt ab?

Wer bei den JuNas teilnehmen möchte, beginnt mit einem Basiskurs. Die Basiskurse bestehen aus dem Grundkurs und dem Aufbaukurs, die sich jeweils aus drei verschiedenen Modulen zusammensetzen. Im Grundkurs werden die Grundlagen von Natur und Landschaft der Region, die Grundlagen zu Ressourcen und Umwelt sowie die Grundlagen zu Naturschutz und -pflege vermittelt. Das jeweils hier erworbene Grundwissen wird schließlich in den drei Modulen des Aufbaukurses vertieft. Die Inhalte der Module werden nicht grundsätzlich linear angeboten, sondern bei den verschiedenen Veranstaltungen möglichst miteinander verknüpft.

Nach Abschluss des Grundkurses erhalten die Teilnehmer das sogenannte „Logbuch Junge Naturwächter Sachsen“, das sie danach bis zum Ausscheiden aus dem Projekt weiterführen. Damit erhält jeder JuNa einen Nachweis über seine erlernten Fähigkeiten. JuNas, die den Aufbaukurs abgeschlossen haben, können freiwillig beim so genannten Challenge Day in Teams ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Praxisbausteine

Sind die Basiskurse abgeschlossen, ist die Zeit bei den JuNas noch lange nicht vorbei. Dann kann aus verschiedenen Praxisbausteinen gewählt werden. Dort bietet sich den JuNas mit zunehmendem Alter die Chance, immer eigenständiger und gemäß ihrer persönlichen Interessen und Neigungen zu agieren – und zwar je nach ihren zeitlichen Möglichkeiten.

Was kann man bei den JuNas lernen?

Im Zuge der verschiedenen Aktivitäten in den Grund- und Aufbaukursen erwerben die JuNas Wissen über die Fauna, also die Tierwelt, von Fischen über Insekten bis hin zu Säugetieren sowie deren Schutz und Bedeutung im Ökosystem. Auch Pilze und die Flora, also die Pflanzenwelt, kommen nicht zu kurz. So werden Kenntnisse über heimische Bäume und Sträucher, Kräuter und auch geschützte Pflanzenarten vermittelt. Die JuNas lernen außerdem Hilfsmittel kennen, mit denen sie Tiere und Pflanzen beobachten, bestimmen und dokumentieren können. Sei es der Umgang mit Lupe und Fernglas, das Benutzen eines Bestimmungsbuches oder das Erstellen eines Naturtagebuches oder Herbariums.

Die JuNas beschäftigen sich damit, wie man sich im Wald verhält, wie man sich orientiert und wie Brandschutz funktioniert. Sie erfahren, welche Rolle der Mensch im Naturschutz spielt und wie man seine Lebensweise ökologischer gestalten und so daheim und in der Schule in Sachen „Klimaschutz“ aktiv werden kann.

Einige empfohlene Wissensbausteine der Basiskurse im Überblick: 

  • Flora
  • Fauna
  • Pilze
  • Hilfsmittel zur Erkundung, Bestimmung und Dokumentation von Flora und Fauna
  • Verhalten/Aufenthalt in der Natur
  • Naturschutz
  • Möglichkeiten einer ökologischen Lebensweise
  • Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Lebensraum
  • Dokumentation von Naturerfahrungen